Der Stiefelweitwurf

solarisierte StiefelHerzlich Willkommen bei GIB GUMMI 03 BERLIN, dem Pionier des Stiefelweitwurfs in Deutschland. Auf unseren Seiten finden Sie ein vielfältiges Informationsangebot rund um das Thema Stiefelweitwurf. Wir beschränken uns dabei nicht nur auf eine regionale Themenauswahl, sondern blicken auch auf die nationale und internationale Stiefelweitwurfszene. Auf unserer Seite AKTUELL finden Sie einen Terminkalender, der einen Überblick über die kommenden nationalen und internationalen Wettbewerbe gibt.

Viel Spaß beim Blättern wünscht Ihnen GIB GUMMI 03 BERLIN.

Die Ursprünge des Gummistiefelweitwurfs führen uns nach Finnland, wo den Überlieferungen zu Folge Seeleute Ende des 19. Jahrhunderts dieses Wurfsport ersannen. Andere Quellen wiederum sprechen davon, dass britische Farmer den Stiefelweitwurf eingeführt hätten und der bis heute regionale Bedeutung hat. Da aber alles auf mündlichenWerfer Überlieferungen beruht, lässt sich der wahre Ursprung wohl nie eindeutig klären.
In den 70ern erwachte der Stiefelweitwurf aus seinem "Dornröschenschlaf" und entwickelte sich in Finnland schnell zu einer neuen Sportbewegung. Dies hängt auch mit einer großen Affinität der Finnen zu Wurfsportarten zusammen. Es wurde ein Regelwerk geschaffen, und 1976 fand die erste finnische Meister-schaft im Stiefelweitwurf statt. In Finnland ist er inzwischen als Sportart anerkannt und wird auch staatlich gefördert. In Deutschland führen wir zwar nur ein Nischendasein, obwohl der Stiefelweitwurf weitaus anspruchvoller ist, als die Allgemeinheit denkt.
In Finnland wuchs die Zahl der Aktiven stetig, man geht von über 2000 aus. Um auch international aktiv zu werden, wurde der Weltverband IBTA(International Bootthrowing Association) gegründet und im Jahr 1992 wurde die erste Welt-meisterschaft ausgetragen. Seitdem gibt es jährlich eine WM und diverse Worldcup-Turniere. Der Kreis der teilnehmenden Nationen vergrösserte sich von Jahr zu Jahr.Anfangs kamen die Teilnehmer aus Finnland, Schweden, Estland und Russland. 2004 nahmen erstmalig auch Werfer aus Deutschland an einer Weltmeisterschaft teil. 2007 folgte Italien und 2009 wurde Polen jüngstes Mitglied der IBTA. Bei der IBTA-Tagung im Februar 2010 in Viljandi/Estland bekundete Belgien Interesse am Aufbau einer eigenen Mannschaft. Die Zeit wird zeigen wie es weitergeht.

                          Und wie kam der Stiefelweitwurf nach Deutschland?

JormaEine abendliche Radiosendung über das Thema "Alternativsportarten" auf "Radio Fritz"(Jugendsender des RBB - Rundfunk Berlin Brandenburg) veränderte nachhaltig die deutsche Sportlandschaft. Jorma Klünder, unser 1.Präsident und Gründungsmitglied von GIB GUMMI 03 BERLIN fand mit seinem Beitrag über den finnischen Stiefelweitwurf soviel Anklang, dass man sich noch wärend der Sendung spontan entschloss einen Verein zu Gründen. Das war im Jahr 2003. Hohepunkt des deutschen Stiefelweitwurfs war sicherlich das Jahr 2007, wo in Berlin die 16. Weltmeisterschaft im Stiefelweitwurf ausgetragen wurde. Das deutsche Nationalteam belegte bei dieser WM hinter Finnland den 2. Platz. Leider hat sich seitdem die deutsche Weitwurfszene sehr ausgedünnt, was aber nicht an den sportlichen Leistungen lag. Die eigende Lebensplanung und die hohen finanziellen Aufwendungen hat viele zur Aufgabe gezwungen - schade.

                 Warum ist der Stiefelweitwurf kein Gummistiefelweitwurf mehr?neue Stiefel

Der (Gummi)Stiefelweitwurf gehört zur Familie der Wurfsportarten, wobei der Wurfgegenstand ein speziell geformter (asymmetrischer) Körper ist. Diese Tatsache bedingt eine Wurftechnik, die sowohl die Rotation als auch eine hohe Abwurf-geschwindigkeit bedient, nur so lassen sich Weiten von über 65 m erzielen. Bis zum Jahr 2007 wurden handelsübliche Gummistiefel eingesetzt, die von der IBTA als wurftauglich eingestuft wurden. Ziel war es aber, einen für diese Sportart optimierten Wurfstiefel zu bekommen. Die Wende kam 2007 als die italienische Firma Silli (Hersteller von Sicherheitstechnik) einen Stiefel aus laufender Produktion so abänderte, dass er wurftauglich wurde. Er bestand nicht mehr aus Gummi, sondern aus einem speziellen Kunstoff. Das neue Material sorgt nun für eine bessere Formstabilität während des Flugs (kein Flattern), was zu besseren Weiten führen soll. 2009 gab es eine neue Variante des Wurfstiefels (grüne Farbe) mit einem weicheren Material. Die Mehrzahl der Werfer bevorzugten aber weiter das ältere, formstabilere Model. Die Stiefelentwicklung geht weiter und man sucht immernoch nach einem Modell, das sowohl die guten Eigenschaften des Gummistiefels, als auch die des Kunststoffstiefels vereint. Vielleicht wird man ausserhalb Europas fündig?